Viel ist passiert – Haus 1

Also, die Entscheidung pro Hausbau stand fest. Da wir keine Lust und Zeit haben uns mit der Koordination von Einzelgewerken zu beschäftigen und gerne alles aus einer Hand haben wollten (keine Subunternehmer oder Handwerker die im Zweifelsfall die Verantwortung/Gewährleistung von A nach B schieben), stand schnell fest, dass wir mit einem Fertighaus am besten fahren werden.
UiUi, Fertighaus! Das bekommt man doch nicht mehr verkauft, da kannst du später nix mehr dran ändern, usw. sind die Vorurteile die man dann üblicherweise hört. Ich kann nur sagen: stimmt alles nicht.

Wir begaben uns also auf die Suche nach einem Fertighaushersteller dem wir unser hart erarbeitetes Geld und das der Bank anvertrauen wollen. Bei einem (von vielen, wie sich noch herausstellen sollte) Besuch in einem Musterhauspark haben wir dann direkt mal Beratungstermine mit den Firmen G, F und W vereinbart. Andere Firmen die uns interessiert hätten waren relativ abweisend, nachdem wir leider gestehen mussten, dass wir noch kein Grundstück besitzen. Damit ist unsere potentielle Anbieterliste direkt geschrumpft.

Auf diese Termine haben wir uns natürlich vorbereitet. D.h. wir haben nach bester Manier Fachliteratur durchgearbeitet und am Ende eine riesige Mindmap mit allen Themen erstellt die uns wichtig waren.
Das hätten wir mal komplett sparen können. Die ersten Termine laufen alle nach dem gleichen Muster ab. Man sollte lediglich Antworten auf folgende Fragen haben:
Keller Ja/Nein?
Wieviel Quadratmeter?
Wieviele Zimmer?
Den Rest der Zeit verbringt man damit ein Wunschkonzert zu veranstalten und sich anzuhören, warum die gerade befragte Firma denn die tollste von allen ist.
Ob die angegebenen Wünsche mit dem Budget vereinbar sind spielt erst mal keine Rolle.
Auch zentrale Fragen wie Heiztechnik etc. sind erst mal nicht relevant, da jeder Hersteller da so seine eigene Meinung hat und verschiedene Systeme bevorzugt. Der eine sagt, dass Erdwärme das allerbeste ist, der andere schwört auf bewährte Gastherme, wieder andere stehen total auf Luft/Luft-Wärmepumpen. Bei diesem Punkt sollte man eine eigene Meinung haben und sich definitiv nicht auf das verlassen was der „Berater“ empfiehlt. Wir hatten stark den Eindruck, dass je nach Hersteller unterschiedliche Systeme unterschiedlich hoch provisioniert werden.

Interessant ist auch die Vielfalt an Beratertypen die man so kennen lernt. Das geht vom KumpelUndAllesWirdGut-Typ („und sie werden sehen, am Ende haben sie genau das Haus was sie sich gewünscht haben und alles ist gut“) bis Abziehbild-Verkäufer („diese Ausbauvariante bekomme ich sogar an Akademiker verkauft 🙂 „)

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert